AGs und Projekte

Fahrradprüfung

Auf die Räder – fertig- los! Radfahren macht Spaß, ist gesund und schont die Umwelt. Aber der sichere Umgang mit dem Fahrzeug und das richtige Verhalten im Straßenverkehr fällt gerade Kindern und Anfängern noch schwer. Daher sollten adäquater Schutz und Schulungsmaßnahmen allen am Herzen liegen. Seit fast 20 Jahren erhalten die Schüler/ innen unserer Schule immer wieder die Möglichkeit, das Fahrrad und seine gute und richtige Nutzung kennen zu lernen und zu trainieren. Abweichend von der gängigen Praxis der Radfahrprüfungen in den Klassen 3/4 in den Grundschulen erklärte sich die Heinsberger Polizei seitdem, aktuell vertreten durch Herrn Polizeioberkommissar Zimmermann-Ramöller, bei uns bereit, das Radfahrtraining und die Radfahrprüfung in der Klasse 5/6 durchzuführen. So starten auch in diesem Schuljahr Schüler/ innen der Klassen M1a und M1b unserer Jakob-Muth-Schule:
Sie lernen und üben die Verkehrszeichen und Regeln im Straßenverkehr.
Sie lernen Gefahren im Straßenverkehr und Sicherheitsmaßnahmen kennen.
Sie achten auf die Verkehrstüchtigkeit ihres Fahrrades.
Sie trainieren dessen sicheren Gebrauch.
Dann steht der Teilnahme an der Radfahrprüfung am 22./ 23./ 24.06. 2020 nichts mehr im Weg.
!!! Radfahren macht Spaß und mobil – aber sicher!!!

Tiergestützte Pädagogik

Hundeprojekt

Lernen mit Tieren ist nach Erhard Olbrich eine besondere Form des sozialen Lernens, weil Kinder eine unmittelbare und ehrliche Rückmeldung über ihr gezeigtes Verhalten bekommen. Beim Hundeprojekt steht Empathiebewusstsein und Regeleinhaltung als Grundlage für ein gutes soziales Miteinander im Vordergrund. In der Interaktion mit dem Hund lernen die Schüler und Schülerinnen, eigene Emotionen, Wünsche, Bedürfnisse und Vorlieben mit denen des Tieres zu koordinieren.

Besonderen Wert wird auf einen respektvollen und achtsamen Umgang gelegt. Damit der Hund Signale befolgt, müssen diese klar, freundlich und leise gegeben werden. Durch den Umgang mit dem Hund lernen die Schüler und Schülerinnen auf erwünschtes Verhalten zu achten und zu loben. Selbstverständlich werden auch theoretische Kenntnisse über Hundehaltung, Hunderassen, Hundeerziehung etc. vermittelt.

Lama- und Alpakaprojekt

Lamas und Alpakas haben aufgrund ihres Sozialverhaltens natürliche Voraussetzungen zum Einsatz in der tiergestützten Pädagogik. Bei kenntnisreicher Haltung, Handling und Einsatz sind sie äußerst kommunikationsbereit und erlauben eine vertrauensvolle Annäherung.

Das ausgeglichene Wesen von Neuweltkameliden birgt viele Vorteile für ein erfolgreiches Erleben und Lernen bezüglich des Sozialverhaltens. Das Beobachten und der Umgang mit den Lamas und Alpakas sowie das Erlernen aller für die Haltung und Versorgung erforderlichen Fähigkeiten sind handlungsorientierte Methoden, um sozialkompetente Verhaltensweisen aufzubauen. Handlungen wie die Tiere zu füttern, taktilen Kontakt aufzunehmen oder auch einfach „nur“ bei ihnen zu sitzen lassen Gefühle des Vertrauens und der Verbundenheit aufkommen. Solche Erlebnisse können negative Denkstrukturen aufweichen und zur psychischen Stabilität beitragen.

Bienen-AG

Die Arbeit mit Bienen ist spannend. Sie schult die Wahrnehmung jahreszeitlich bedingter Veränderungen in der Umwelt und deren Auswirkung auf soziale und biologische Prozesse im Bienenvolk. Es stellt den Betreuer vor handwerkliche Herausforderungen und bietet zahlreiche Möglichkeiten Produkte der Bienen zu verarbeiten und zu vermarkten. Letztendlich stellt die Imkerei eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung dar, die auch berufliche Perspektiven als Tierwirt/in Fachrichtung Bienenzucht bieten kann.

Workshop-Theaterspiel

Am Mittwoch den 29.01.20 wurde in der Jakob-Muth-Schule erstmalig ein Theaterstück nur für die Oberstufen beider Standorte aufgeführt. Das Theaterstück „ÜberdasLeben oder meine Geburtstage mit dem Führer“ basiert auf Zeitzeugenberichten und erzählte vom Unrechtssystem des NS-Staates, über die Gräuel der NS-Zeit, die Gleichstellung, Unfreiheit, Ungerechtigkeit und über Jugendliche die mehr und mehr in den Widerstand treten.

Darauf folgend konnten die Schüler/innen sich zu einem Workshop mit den ausgebildeten Schauspielern dieser Theatergruppe anmelden. Die Schüler/innen entwickelten dort engagiert eigene kurze Theatersequenzen zur Thematik, probten die Stücke unterstützt durch zwei professionelle Schauspieler und führten anschließend vor kleinem Publikum ihr eigenen kleinen Theaterstücke vor.

Die Theatergruppe wird zukünftig im Zweijahresrythmus wieder kommen, ein Theaterstück darbieten und einen Schauspiel-Workshop anbieten.

Theater-AG

Im ersten Halbjahr 2018/2019 hatten wir endlich mal wieder eine Theater-AG.
Die Jungs und Mädels aus der Mittelstufe waren direkt begeistert von der Idee, ein kleines Stück für den Weihnachtsbasar einzustudieren.

Auf der Grundlage des irischen Weihnachtsliedes „Christmas in the old mans hat“ dachten wir uns eine eigene kleine Geschichte aus, verteilten die Rollen und probten fleißig jeden Dienstag.
Im November wurde es dann ernst. Wir bastelten Dekoration, suchten Requisiten und Kostüme zusammen und probten in der Aula mit den Bühnenarbeitern, denn auch der Umbau zwischen den Szenen muss geübt werden.

Beim Weihnachtsbasar war es dann soweit und wir konnten unser Stück zum ersten Mal aufführen.
Natürlich waren unsere Schauspieler alle ganz schön nervös, aber am Ende klappte alles super. Keiner hat seinen Text vergessen, alle Requisiten lagen zur rechten Zeit am rechten Platz und am Schluss durften wir den tosenden Applaus von Eltern, Lehrern und Mitschülern entgegen nehmen.
Weil es allen so gut gefallen hat, gab es eine Woche später sogar noch eine zweite Aufführung.

Näh-AG

Die Teilnehmer der Näh-AG lernen wöchentlich den Umgang mit Nadel und Faden.
Dazu gehören:
1 Nähprojekt und passenden Stoff auswählen
2 Schnittmuster auf Stoff übertragen
3 Stoff schneiden
4 Nähen mit Nähmaschine und Handnadel.
So entstehen kleine Projekte, die unter anderem auf dem Gangelter Nikolausmarkt verkauft werden.

Selbstbehauptung Mädchen 2

Selbstbehauptung für Mädchen

Im Rahmen des Sexualkundeunterrichtes haben die Mädchen der drei Mittelstufenklassen im Schuljahr 2018/2019 an einem Selbstbehauptungskurs teilgenommen. Geleitet wurde dieser von Walter Ranglack, dem Leiter der Kampfsportschule Wing Tsun in Erkelenz.

Vier Stunden lang lernten die Mädels in der Aula nicht nur, wie man selbstbewusst auftritt und deutlich „Nein!“ sagt, wenn man etwas nicht möchte, sondern sogar wie man Angriffen ausweicht, sich befreit, wenn man festgehalten wird und sich im Notfall vor unerwünschten Übergriffen schützen kann.

Waren die Schülerinnen anfangs teilweise noch schüchtern und zurückhaltend, tauten doch alle recht schnell auf und zeigten was starke Mädchen so drauf haben.

Computer-AG

Jeden Mittwoch findet an der Jakob-Muth-Schule mehrere Arbeitsgemeinschaften statt. Einer dieser Arbeitsgemeinschaften ist die Computer-AG. Derzeit wird diese AG von Schülern der Mittel- und der Oberstufe besucht.

Ziel ist es, dass die Schüler den richtigen Umgang mit den Computern erlernen. Dabei ist es wichtig, dass sie den Nutzen dieses Mediums kennenlernen.
Die Schüler sollen unter anderem lernen mit der Mouse und der Tastatur richtig umzugehen und Programme wie zum Beispiel Open Office sinnvoll nutzen.
Hierfür werden ihnen Programme wie beispielsweise Word und Excel vorgestellt.
So lernen sie u.a. mit den Programmen Texte zu schreiben und nach bestimmten Vorgaben zu formatieren, Briefe zu erstellen und Tabellen mit Excel zu entwerfen.
Wichtig ist auch der adäquate Umgang mit dem Internet. Hier sollen die Schüller vor allem das Recherchieren kennenlernen. Dabei ist auch wichtig, dass sie über die Gefahren des Internets aufgeklärt werden.

Brettspiel AG

Im Schuljahr 2018/2019 gab es mal wieder eine Brettspiel AG.
Wer jetzt denkt, dass wir hier nur Mensch-Ärgere-Dich-Nicht und Uno spielen, liegt aber ganz falsch.
Dieses Jahr gab es viele neue spannende Spiele zu entdecken. Bei manchen brauchte man eine gute Portion Glück, bei anderen brauchte es Köpfchen und Taktik, um zu gewinnen. Ein paar Spiele wollen wir euch hier mal vorstellen.

Beim Spiel „Evolution“ züchteten wir zum Beispiel unsere eigenen Dinosaurier. Man musste klug entscheiden, ob man lieber einen Fleisch- oder einen Pflanzenfresser haben wollte. Sollte das Tier lieber klein sein und sich verstecken können? Oder brauchte es einen dicken Panzer, um sich vor Feinden zu schützen? Kann es klettern? Ist es sehr verfressen? Hat es einen langen Hals oder vermehrt es sich schnell? Wer klug plant, kann seine Herde vergrößern und sammelt für den Sieg die meisten Futterplättchen.

Das Spiel „Lords of Xidit“ erforderte noch mehr Planung und vorausschauendes Denken. Bei diesem Spiel, in dem man als tapferer Krieger das Land von grässlichen Monstern befreit, muss man seine Spielzüge gleich fünf Schritte im Voraus planen. Eine gute Taktik war dabei das eine, aber wehe die Mitspieler kreuzten die eigenen Pläne, dann konnten manche Aktionen schnell ins Leere laufen. Spaß beim Aufdecken der Aktionen war auf jeden Fall garantiert. Ruhmeslieder, Zauberertürme und Gold entschieden hier über Sieger und Verlierer.

Noch ein Highlight dieses Schuljahr war das Spiel „Treasure Island“, also „Die Schatzinsel“. Wie in dem gleichnamigen Buch versuchen hier Jim Hawkins und seine Freunde den berühmten Schatz von Pirat John Silver zu finden. Dafür muss man sich aber auch erst einmal auf der großen Landkarte zurecht finden. Mit Hilfe der Hinweise konnten Gebiete ausgeschlossen oder eingegrenzt werden. Zirkel, Kompass und Lineal waren dabei treue Begleiter, um John Silver noch rechtzeitig den Schatz abzuluchsen.

Verkehrserziehung und Bustraining

In regelmäßigen Abständen kommt die Polizei des Kreises Heinsberg zu den Unterstufenklassen und unterstützt diese bei der Verkehrserziehung. Gemeinsam wird das ‚zu Fuß gehen‘ und das Busfahren trainiert sowie die allgemeinen Regeln im Umgang mit dem Verkehr besprochen.

Bevor die Polizei uns besucht, bereiten wir die SchülerInnen auf den Besuch vor. Mit Hilfe von Arbeitsblättern, Versuchen, Filmen sowie Erfahrungen der Kinder behandelten wir die Themenbereiche: Welche Kleidung ist besonders gut im Straßenverkehr? Wer sind die Verkehrsteilnehmer und worauf muss ich im Verkehr achten? Was sind die bekanntesten Verkehrsschilder und was sagen diese aus? Wie überquere ich richtig eine Straße und was sagt mir die Ampel?  

Die Kinder haben ihre Kleidung auf ‚Verkehrstauglichkeit‘ getestet, haben Warnwesten im Dunkeln erprobt und Schuhe verglichen – welche Schuhe kann man auch in der Dämmerung sehen? Sie haben die Verkehrsschilder kennengelernt und sind durch das Klassenzimmer ‚gefahren‘ (Bild 1). Sie haben das korrekte Überqueren von Straßen geübt und Ampelfarben besprochen. Nachdem die Kinder Begriffe wie ‚Reflektorstreifen‘ ‚Verkehrsinsel‘ ‚Vorfahrt‘ und ‚Zebrastreifen‘ kannten, durften sie mit kleinen Koffern die Regelung des Verkehrs üben (Bild 2) – viele (kleinere) Unfälle später konnten die SchülerInnen auf die Realität losgelassen werden 😀

Gemeinsam mit dem Polizisten Herr Carstens erproben die Unterstufen rund um das Schulgebäude ihre theoretischen Kenntnisse praktisch: Denken alle daran nach den Autos zu gucken, bevor sie über die Straße gehen? Wo stelle ich mich hin, wenn ich klein bin und nicht über die Straße gucken kann? Wie zeige ich Autofahrern, dass ich nicht über die Straße möchte? Und wo kann ich Straßen sicher überqueren? Und wo stelle ich mich hin, bevor ich über die Straße gehe?

Die Kinder hatten viel Spaß, haben viel erlebt und konnten auf Gelerntes zurückgreifen. Herr Carstens hat sehr freundlich und bestimmt den Kindern Gefahrenstellen verdeutlicht und Routine in ihr Handeln gebracht. Jetzt sind die SchülerInnen der Unterstufe sicher unterwegs!

Bustraining

Das Bustraining für die Unterstufe wurde zunächst von den Lehrpersonen vorbereitet, indem die Regeln der Busfahrt besprochen wurden: Was ist bei der Busfahrt wichtig? Worauf muss ich achten? Was ist rund um die Haltestelle von Bedeutung? Und was mache ich wenn es Probleme gibt?

Zum Bustraining holte uns dann ein leerer Bus der Stadt ab und los ging‘s: als Erstes durfte sich jedes Kind mit Schultasche einen Platz suchen… da wurde es schon spannend: die Kinder durften selber erfahren, ob ihr Sitzplatz gut ist: der Bus bremste ohne Vorwarnung und einige SchülerInnen landeten auf dem Boden. Wie wir dann verstanden haben, gibt es sichere und unsichere Plätze im Bus. Außerdem gehören Schultaschen auf den Boden ebenso wie Füße. Als dann alle wieder saßen, ist der Bus eine Runde gefahren und hat nochmal gebremst – obgleich die SchülerInnen vorgewarnt waren ist doch der ein oder andere eine Etage tiefer gerutscht… Lernziel erreicht?!  😉 . Auch das Feuerwehrtraining in Bezug auf den Bus war wichtig! Nicht jedem Schüler war klar, dass er wichtiger als seine Schultasche ist – also: mich selbst retten, nicht die Schultasche! 😉 Außerdem haben die SchülerInnen noch gelernt wie die Rollstuhlrampe benutzt wird, wie im Notfall die Fenster eingeschlagen werden können (und dass ich dies mit meinen Händen nicht schaffe) und wie die Notentriegelung der Tür funktioniert. Dabei immer wichtig: keine Panik! Und zu guter Letzt hat der Bus noch schwungvoll unseren Schaumstoffschüler überfahren – nie zu nahe am Bürgersteig auf den Bus warten, der Busfahrer hat nur eine eingeschränkte Sicht!

Sehr beeindruckt und um einiges verkehrssicherer sind die Kinder dann zurück zur Schule gefahren worden.

Ein herzliches Dankeschön gilt der Polizei des Kreis Heinsberg, die uns immer tatkräftig zur Seite steht!!

S. Gries  

Sprayprojekt Klasse 10

Um den Schülern der Klasse 10 einen unvergesslichen Kunstunterricht zu bieten, habe wir mit dem Sprayen begonnen. Zunächst wurden die Regeln rund ums Sprayen besprochen, auf was muss ich achten, wie muss die Umgebung gestaltet sein, welche Kleidung sollte ich tragen etc. – dann kamen ersten Versuche … aus diesen wurden dann kleine Planeten und im Anschluss gestaltete jeder Schüler/ jede Schülerin sein eigenes kleines Universum – auf Papier versteht sich J

Als finales Projekt dieser Reihe haben wir dann Herr Valiotis eingeladen. Dieser hat langjährige Spray-Erfahrung mit Jugendlichen und kennt Tipps und Tricks rund um die Arbeit mit der Dose. Er hat uns für einen gesamten Schultag begleitet und mit den Kindern zusammen geplant wie das Kunstwerk aussehen soll, wie es heißen soll und welche Farben vorkommen sollen. Nach einigen Grundübungen ging es dann los… viele kleine Spraystöße später war das große Universum der Klasse 10 perfekt. Der Feinschliff erfolgte noch durch Herr Valiotis und dann durfte noch jede/r Schüler/in seine Unterschrift unter das Kunstwerk setzen. Am Ende hängte Herr Schiffer unser Werk in den Flur der Schule – dort strahlt es nun den Besuchern entgegen. S. Gries

Projekt Lesepaten

„Die Lesepaten sind lieb und sie sind gut.“

„Ich mag, wenn einer mit mir liest, weil er mir immer hilft und er nett ist.“

„Die Lesepaten sind nett und das hilft mir.“

Verschiedene Unterstufenklassen haben mit den Mittelstufenklassen ein Lesepatensystem aufgebaut das ca. einmal die Woche stattfindet. Dabei kommen die Unterstufenschüler zu den Mittelstufenschülern und suchen sich eine Person aus, mit der sie lesen möchten. Dieser Lesepate bzw. diese Lesepatin arbeitet dann an dem vom Lehrer mitgegebenen Lesestoff. Die Lesepaten werden von der Lehrkraft begleitet und wissen, dass sie nur unterstützend wirken sollen.

Dieses Projekt ermöglicht den Kindern mehr individuelle Lesezeit im Schulalltag und direkte Korrektur durch die Lesepaten. Es ist die Aufgabe der UnterstufenschülerInnen alles Nötige für ihren Lernauftrag mitzunehmen, sich diesen zu merken und ihn an die Lesepaten weiterzugeben. Außerdem müssen sie eigenständig zur Klasse der Lesepaten gehen und diese ansprechen. Dadurch wird ihre Selbstständigkeit gefördert und die Verantwortung für den Lernprozess  teilweise an die SchülerInnen abgegeben.

Gleichzeitig ist der Leselernprozess zwischen Lesepate und Schüler ein anderer, als der Lehrer-Schüler-Prozess. Im Umgang mit anderen SchülerInnen erleben die UnterstufenschülerInnen kameradschaftliche Hilfe, Verständnis, gemeinsame Momente und Kompromisse unter Schülern. Sie erhalten die ungeteilte Aufmerksamkeit einer Einzelperson, können individuell Fragen stellen und werden viel gelobt. Auch können sie bereits Gelerntes einzeln wiederholen und festigen. Gleichzeitig erleben sich wiederrum die älteren Schüler als Stütze, sie werden gebraucht und gemocht. So erfahren sie sich als wirkungsvoll und sozial tätig. Hier können sie Fähigkeiten entwickeln und Können und Kenntnisse zeigen, welche so innerhalb des Regelunterrichtes selten gezeigt werden. Ihr Mitwirken ist  von großer Bedeutung für den Lernprozess der Unterstufenschüler. Häufig entsteht durch die natürliche Neugierde der SchülerInnen auch ein eigendynamischer Prozess über den eigentlichen Lesevorgang hinaus, so dass einige Leser nachher mehr Buchstaben können als im Unterricht erarbeitet. Manchmal bekommen ‚die Kleinen‘ dann am Ende einer Sitzung auch noch etwas von ‚den Großen‘ vorgelesen – nur als Belohnung für gute Mitarbeit, versteht sich. Natürlich ist es auch wichtig die Wertschätzung gegenüber jemanden der mir seine Zeit schenkt, zu lernen – und so gibt es an Festen immer auch mal die eine oder andere schokoladige Belohnung für unsere treuen Lesepaten.

In diesem Sinne – Danke liebe Lesepaten und Kollegen!
S. Gries

Feuerwehrprojekt

Im letzten Schuljahr waren die SchülerInnen der U1 (erste und zweite Klasse) Feuer und Flamme für das Sachkundethema Feuerwehr. Gemeinsam haben wir erkundet, was sich hinter den Türen der Feuerwehrwagen verbirgt, welche Materialien brennen und was ein Feuerwehrmann (und natürlich eine Feuerwehrfrau) alles so können muss. Dabei haben wir das Feuer kennengelernt, Notsituationen erprobt und die Feuerwehr besucht. Die Oberbrucher Feuerwehrstation hat uns dabei sehr unterstützt und den Kindern Ein- und Ausblicke ermöglicht.

Angefangen haben wir die Reihe mit dem Feuer – was brennt alles, wie brennt es und wie kann ich es löschen? Dabei konnten die Kinder Erfahrungen sammeln mit dem Anzünden von Feuer, aber auch mit dem direkten Umgang: Was mache ich, wenn das Streichholz meinen Finger verbrennt? Wie kann ich Kerzen sicherer machen? Und wie brennen unterschiedliche Materialen? Es wurde der sichere Umgang beim Experimentieren besprochen und das Brand- und Löschverhalten von Sand, Papier, Kerzen und Holz getestet. 

Dann haben wir uns dem Verhalten bei einem Brand gewidmet: Wo ist unsere Sammelstelle, wie schütze ich mich gegen Rauch und wer kann mir helfen? Dazu sind wir allein und mit mehreren von unterschiedlichsten Punkten in der Schule zur Sammelstelle gelaufen. Wir haben den Notruf per Telefon geübt und die W-Fragen gefestigt. Dann haben wir uns in unserem Klassenraum verbarrikadiert und die Tür mit unseren Taschen und Pullis zugestopft, damit der Rauch draußen bleibt. Wir haben uns ans Fenster gestellt und laut rufend gewunken, damit wir auch rechtzeitig Hilfe bekommen. 

Das absolute Highlight war der Besuch bei der Feuerwehr, dort durften wir auf die großen Wagen klettern, haben in die Autos hineingeguckt und uns wie ein echter Feuerwehrheld gefühlt! Die sind vielleicht hoch diese Feuerwehrautos! Da mussten wir uns ganz schön festhalten!

Auch in den Feuerwehrfahrzeugen ist viel los: Es gibt so viel zu sehen – wir durften alles fragen, hochheben und ausprobieren. Besonders das Anziehen der Ausrüstung war spannend: Sie war so schwer, dass die Feuerwehrleute mit festhalten mussten, damit die SchülerInnen nicht umgekippt sind. 

Wir haben viel gelernt und zum Abschluss noch Aufkleber für die Kindertüren daheim bekommen – damit die Feuerwehr weiß, dass sie in diesen Räumen besonders gut suchen muss!

Danke nochmal an die Feuerwehr in Oberbruch für ihre tolle Unterstützung! S. Gries

Bei der Feuerwehr

Schulgarten

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