Pädagogisches Profil

Leitbild

Leitbild

Erziehung

• Um unserem Erziehungsauftrag gerecht zu werden, ist es für uns unerlässlich, eine positive und stabile Beziehung zu unseren Schülern aufzubauen.
• Wir wollen unsere Schüler dazu befähigen, empathisch, respektvoll und gewaltfrei miteinander umzugehen sowie eine demokratische Grundhaltung zu entwickeln.
• Für uns ist es wichtig, dass es klare und verbindliche Schulregeln gibt.

Beratung

• Beratung ist ein wichtiger Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Wir brauchen und nehmen uns dafür Zeit und gestalten sie eigenverantwortlich, flexibel und vertrauensvoll.
• Wir entwickeln individuelle Vorschläge zur Arbeit mit dem Schüler, basierend auf der vorliegenden Diagnostik und den Förderplänen.

Unterricht

• Wir richten unseren Unterricht an den für unsere Schüler realistischen und ihrem individuellen Förderbedarf entsprechenden Zielen aus.
• Zusätzlich zu den fachlichen Inhalten möchten wir unseren Schülern methodische und emotional-soziale Kompetenzen vermitteln.
• Wir schaffen eine gute Lernatmosphäre, die unseren Schülern Freude am Lernen ermöglicht, und in der sie zu selbstständigen und selbstbestimmten Individuen heranwachsen können.

Professionalität

• Um Professionalität im Hinblick auf unsere Arbeit zu erreichen, ist es uns wichtig, dass klare Richtlinien und Strukturen sowie Transparenz bestehen.
• Dies bezieht sich auf den Unterricht, die Zusammenarbeit im Kollegium und Zusammenarbeit in der gesamten Schulgemeinschaft.

Kooperation

• Interne Kooperation hat für uns die Zielrichtung, dass die pädagogische Arbeit so effektiv gestaltet wird, dass für die Schüler ein maximaler Lernerfolg erzielt wird und die vorhandenen Ressourcen und Arbeitsmittel sowie Medien optimal genutzt werden.
• Kooperation nach außen bedeutet für uns, die Zusammenarbeit mit Ämtern, Institutionen und Kooperationspartnern auf- bzw. auszubauen, um für unsere Schüler und deren Familien die bestmögliche Förderung und Betreuung zu erreichen.

Schulklima

• Für uns ist es wichtig, dass es eine positive, offene und vertrauensvolle Grundstimmung in unserer Schulgemeinschaft gibt.
• Das setzt voraus, dass wir freundlich, respektvoll und wertschätzend miteinander umgehen.

Schulordnung

Schulordnung

In unserer Schule kommen Menschen zusammen. Hierbei entstehen sowohl Freundschaften als auch Konflikte.
Damit wir zusammen arbeiten können und sich alle wohlfühlen gelten an unserer Schule folgende Leitlinien:
friedlich – freundlich – langsam – leise

Unsere Leitlinien gelten nicht nur während der Unterrichtszeit, sondern auch in den Pausen und auf dem Schulweg.

Schulordnung der Jakob-Muth-Schule

Die Leitlinien befolge ich, wenn ich mich an die folgenden Regeln halte:

Ich bin friedlich

• Ich verletze niemanden.
• Ich drohe niemandem.
• Ich beleidige nicht.
• Ich spucke, beiße, trete und schlage nicht.
• Ich tue nichts gegen den Willen der Anderen.

Ich bin freundlich

• Ich bin höflich.
• Ich bin respektvoll.
• Ich folge den Anweisungen aller Erwachsenen.

Ich bin langsam

• Ich renne nicht durch das Gebäude.
• Ich arbeite konzentriert, ordentlich und genau.
• Ich beende eine Arbeit, bevor ich die nächste beginne.

Ich bin leise

• Im Gebäude und auf dem Schulgelände verhalte ich mich ruhig und schreie nicht.
• Ich höre zu, wenn andere reden.

Allgemeine Regeln

• Ich bin pünktlich.
• Wenn ich krank bin, sorgen meine Erziehungsberechtigten für eine Entschuldigung.
• Die Klassen-, Pausen- und weiteren Schulregeln halte ich ein.
• Handys und andere technische Geräte schalte ich aus.
• Im Bus halte ich mich an alle Regeln.

Inselkonzept

Inselkonzept

Die Pädagogische Insel ist seit 2015 Bestandteil des pädagogischen Konzepts der Schule und versteht sich als ein Ort zur Förderung der Sozial-, Handlungs- und Selbstkompetenz.
Die Schülerinnen und Schüler erhalten hier individuelle Hilfe und Unterstützung zur Reflektion von Störverhalten bzw. Regelverstößen und entwickeln einen Plan zur Regeleinhaltung. Die Wichtigkeit von Regeln, Rechten und Pflichten für ein gemeinsames Zusammenleben soll erkannt und verinnerlicht werden.
Ein weiteres klassenübergreifendes Angebot besteht im Gewähren von Auszeiten aus dem Schul- und Lebensstress für intensiv zu betreuende Schülerinnen und Schüler. Dies kann auch regelmäßig in festgelegten Stunden, mit dem Ziel einer schrittweisen Zurückführung in die Klassengemeinschaft, erfolgen. Ebenfalls können sich Schülerinnen und Schüler einen Aufenthalt auf der pädagogischen Insel verdienen.

Das Leistungsspektrum der pädagogischen Insel umfasst demnach mehrere klassenübergreifende Angebote:
a. Die Bearbeitung von Unterrichtsstörungen, Regelverstößen und sozialen Konflikten
b. Der Inselaufenthalt als wirkungsvoller Verstärker; Schülerinnen und Schüler können sich Zeit für besondere Aktivitäten auf der Insel verdienen.
c. Die pädagogische Insel als Arbeitszone; Schülerinnen und Schüler, die eine ruhigere Lernatmosphäre brauchen, können in der pädagogischen Insel arbeiten.
d. Die pädagogische Insel als Wohlfühlzone; Schülerinnen und Schüler, die im Klassenunterricht sozial/emotional überfordert sind, können ihr emotionales Gleichgewicht (wieder) finden.
e. Die pädagogische Insel als kurzfristiges Betreuungsangebot für kranke Schülerinnen und Schüler.
f. Die pädagogische Insel als Pausenalternative; Schülerinnen und Schüler, die mit den Hofpausen überfordert sind, können ihre Pause auf der Insel verbringen.

Jeder Zugang zur pädagogischen Insel erfolgt über die Zustimmung oder Anweisung der unterrichtenden Lehrperson. Bei Schülerinnen und Schülern, die sich durch ihr wiederholtes Fehlverhalten für die Arbeit auf der Insel entschieden haben, erfolgt eine Rückkehr in den Klassenverband immer über einen Rückkehrplan.

Der pädagogische Inselraum ist in zwei Bereiche unterteilt. In einem Bereich werden Unterrichtsstörungen und Regelverstöße reflektierend bearbeitet. Im anderen Bereich befinden sich Sofas, Sitzsäcke, Getränke sowie zahlreiche Mal-, Bastel-, Bau- und Spielangebote.

IPL

Intensiv-Pädagogische-Lernruppe (IPL)

Trotz intensiver sonderpädagogischer Förderung ist es für einige Kinder und Jugendliche aufgrund ihrer individuellen Problemlage nicht möglich, selbst den Unterricht einer sonderpädagogischen Kleingruppe erfolgreich zu besuchen oder kontinuierlich an ihm teilzunehmen. Diese Jugendlichen bedürfen häufig besonderer individualisierter Förderangebote, die im Unterricht einer nicht realisiert werden können. Es besteht daher die Notwendigkeit, einer einzelfallbezogenen, abgestimmten schulischen und berufsvorbereitenden Förderung, um den Kreislauf von Misserfolg, Abbruch und Frustration zu durchbrechen und Wege für ein eigenverantwortlich geführtes Leben zu ermöglichen.

Aus diesem Grunde ist in diesem Schuljahr 2020/21 eine Intensivpädagogische Lerngruppe eingerichtet wurden.

Zielgruppe sind Schülerinnen und Schüler mit massiven Verhaltensauffälligkeiten.

Abhängig von personellen Möglichkeiten werden in der Intensivgruppe bis zu 6 Schülerinnen und Schüler betreut. Die Gruppe umfasst ähnliche Altersgruppen. Die Betreuung in der Intensivklasse umfasst 20 Wochenstunden. Ein intensiver Austausch mit Eltern und Erziehungsberechtigten ist zwingend notwendig.

Grundlegend für die pädagogische Arbeit in einer Intensivgruppe ist ein ritualisierter Tagesablauf mit einer individuellen Kombination aus Unterricht, Lernen im Handwerk, Sport, Sozialpädagogischen, handlungsorientierten und Erlebnispädagogischen Angeboten und festen Bezugspersonen (kein Lehrerwechsel) . Im Vordergrund stehen folgende Ziele:

  1. Aufbau von Vertrauen und Gesprächsbereitschaft

  2. Entlastung vom Erwartungsdruck

  3. Aufbau von grundlegenden Prinzipien für die Arbeit im Klassenverband (Arbeitsfähigkeit, Arbeitsverhalten, Regelakzeptanz, usw.)

  4. Den Schulbesuch ermöglichen

  5. Positive Haltung zur Schule (wieder) entwickeln

  6. Individueller Unterricht in Kernfächern und tagesaktuellen Bezügen

Eine Zuweisung zur Intensivklasse erfolgt durch Schulleitung und Klassenlehrer mit Information und Einverständnis der Erziehungsberechtigten.

Eine Rückführung in den Klassenverband soll gestuft und begleitet erfolgen.

Schulsozialarbeit

Schulsozialarbeit

Ziele der Schulsozialarbeit

Ziel der Schulsozialarbeit sollte immer sein, die Ressourcen der Schülerinnen und Schüler zu stärken, so dass die Teilnahme am schulischen Leben positiv gelingen kann. Die Schülerinnen und Schüler sollen an der Jakob-Muth-Schule besonders auch im Hinblick auf ihre spätere Lebensplanung und berufliche Entwicklung unterstützt und in Ihrer Persönlichkeit gestärkt werden.

Schulsozialarbeit kann Ansprechpartner sein

für Schülerinnen und Schüler

• bei Schulschwierigkeiten
• bei Problemen mit sich selbst, Familie, Freunden
• bei Konflikten mit anderen Schülern, Lehrern, Eltern
• in der Vermittlung, oft Begleitung zu außerschulischen Hilfsangeboten
• zu Fragen der Lebensplanung und Berufsorientierung

für Eltern

• zur Unterstützung bei Schulschwierigkeiten
• in der Beratung bei Erziehungs- und Lebensfragen
• in der Vermittlung, oft Begleitung zu außerfamiliären Hilfsangeboten

für Lehrerinnen und Lehrer

• in Form von Gesprächen
• in der kollegialen Fallberatung
• für die gemeinsame Planung von unterstützenden Maßnahmen.
• Unterstützung bei der Umsetzung von oben genannten Maßnahmen

Maßnahmen der Schulsozialarbeit

Beziehungsaufbau und Vertrauensbildung zu den einzelnen Schülerinnen und Schülern bilden den Grundstein, mit Ihnen bei besonderen Problemstellungen zu arbeiten und individuelle Angebote zu machen.

Einzelfallhilfe

• Arbeit am positiven Selbstbild
• Entwicklung von realistischer
Selbsteinschätzung
• Lernen mit Frustration, Aggression, Kritik angemessen umzugehen
• Ziele setzen und erarbeiten
• Hilfestellung zur Erreichung definierter Ziele
• Integration

Soziale Gruppenarbeit

• Förderung der Gruppenfähigkeit, Kooperationsbereitschaft und Kommunikationsfähigkeit
• Aufbau von Empathie und Vertrauen in der Gruppe
• Erarbeiten von und Auseinandersetzen mit sozialen Regeln
• Erweiterung des Konfliktlösungsverhaltens
• Erweiterung der Erlebniswelt
• Kennenlernen verschiedener Ausdrucksmöglichkeiten
• Abbau von Spannungen
• Förderung der Eigen- und Fremdwahrnehmung

Berufsorientierung

Die Berufsorientierung nimmt an der Jakob-Muth-Schule einen hohen Stellenwert ein.
Dies beinhaltet die Begleitung, Betreuung und Durchführung von berufsorientierenden Maßnahmen ab der Klasse 8 (z.B. Berufsorientierungscamp, kAoA, Berufsanängerseminar …)
Schüler der Abgangsklassen werden individuell unterstützt und begleitet.
Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit dem Berufsberater der Bundesagentur für Arbeit.
Ein besonderer Schwerpunkt bildet die Betreuung, Vor- und Nachbereitung des Langzeitpraktikums in der Abschlussklasse.
Schülerinnen und Schüler haben dort die Möglichkeit sich auf dem ersten Arbeitsmarkt an zwei Tagen in der Woche zu orientieren, ihre persönlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu stärken und weiterzuentwickeln. Durch die enge und kontinuierliche Zusammenarbeit mit den Arbeitgebern ergibt sich die Möglichkeit für einzelne Schüler und Schülerinnen nach Schulende direkt ins Berufsleben einzusteigen.
Die individuelle Beratung zu und Suche nach geeigneten Folgemaßnahmen falls keine Ausbildungs- oder Arbeitstelle gefunden wird, ist ein weiterer Bestandteil der berufsorientierenden Betreuung.
Die Schulsozialarbeit gibt auch Hilfestellung beim Stellen von Anträgen und Ausfüllen von Antragsformularen.

Elternarbeit

Die familiäre Situation beeinflusst das Verhalten unserer Schülerinnen und Schüler wesentlich. Schule ist oft die Bühne, auf der sie innerfamiliäre Probleme auszuleben versuchen. Daher ist die enge und wertschätzende Elternarbeit unabdingbar.
Dies kann durch Einzelberatung, Teilnahme an Elternsprechtagen und -abenden geschehen. Die Intensität richtet sich nach der individuellen Bedürfnislage.

Krisenintervention

Durch Krisenintervention soll den Schülerinnen und Schülern ermöglicht werden, wieder ungestört am Schulleben teilnehmen zu können. Der Schulfrieden soll gesichert werden.
Dies kann geschehen durch Vermittlungs- und Streitschlichtungsgespräche. Aber auch die Herausnahme aus der Situation in einen ruhigen geschützten Raum, in dem es möglich wird sich zu beruhigen, die Krise zu reflektieren und einen Rückkehrplan zu entwickeln.
Die Schulsozialarbeit arbeitet auch auf der Insel mit (intensivpädagogisches Konzept; siehe dort)

Vernetzung

Die intensive Zusammenarbeit mit den verschiedensten außerschulischen Institutionen und Personen ist erforderlich, um die Schülerinnen und Schüler ganzheitlich und nachhaltig zu unterstützen.
Form, Umfang, Inhalt und Intensität ergeben sich aus der jeweiligen Problemlage.

Berufsorientierung

Berufsorientierung

Schule …. Was dann ???

Berufsorientierung an der Jakob-Muth-Schule

Im achten Schuljahr starten wir mit unseren Schülern und Schülerinnen in die vertiefte Berufsorientierung.

Ziel ist es, dass jeder Schüler nach dem Abschluss unserer Schule weiß, wo er seinen Platz findet, um sich weiter in Richtung Beruf und Selbstständigkeit zu entwickeln. Die gute Zusammenarbeit mit den Eltern ist ein wichtiger Baustein dabei!

Im 8.Schuljahr

Zu Beginn des Schuljahres
Elternabend zur Information über die Berufsorientierung in der Jakob-Muth-Schule Schule
Im ersten HalbjahrPotenzialanalyse (KAoA)
Eintägig, Schüler entdecken ihre Stärken und Interessen in praktischen Übungen Durchführung durch den Träger FAW

Auswertung der Potenzialanalyse, Eltern erwünscht

Berufsorientierungscamp
Mehrtägiges Seminar zum Erkunden eigener Stärken und Kompetenzen, Berufsfelderkundung in den Berufsfeldern Garten-Landschaftsbau, Hauswirtschaft und Holz, Kennenlernen von Schlüsselkompetenzen
In Zusammenarbeit mit der CAJ
DanachPraktikumsvorbereitung
vor den OsterferienZweiwöchiges Schnupperpraktikum Erste Erfahrungen in der Berufswelt

Im 9.Schuljahr

Wir beschäftigen uns weiter mit der Berufserkundung, z.B. auch durch Betriebsbesichtigungen
z.B. bei Via Nobis gGmbH und/oder andere
vor den OsterferienDreiwöchiges Vertiefungspraktikum
Im weiteren VerlaufErste Schüler-Informationsveranstaltung unseres Kooperationspartners Agentur für Arbeit.
Mit unserem Reha-Berufsberater Herrn Zimmermann
Im 2. SchulhalbjahrMöglichkeiten zur Teilnahme an Praxiskursen. Die SuS können in weitere Berufsfelder schnuppern, und sich weitere Orientierung schaffen
Anfang JuniBerufsanfängerseminar Mehrtägiges Vertiefungsseminar in einem Bildungshaus zum Vertiefen der Schlüssel- und persönlichen Kompetenzen, Elemente von Bewerbungstraining, Vorbereitung auf das Langzeitpraktikum in Zusammenarbeit mit der CAJ
Am Ende des zweiten HalbjahresAnschlussvereinbarung (KAoA)
Die Schüler und Schülerinnen geben an, ob und wie weit sie sich schon beruflich orientiert haben und welche Hilfen sie noch benötigen

Suche nach einem Langzeitpraktikumsplatz für die 10

Im 10.Schuljahr

Start in der zweiten Woche nach Schulbeginn
Durchführung des Langzeitpraktikums Drei Tage Unterricht, zwei Tage Praktikum in einem Betrieb oder einer Einrichtung während des gesamten Schuljahres
Vor den HerbstferienBerufsberatung
Erstes persönliches Beratungsgespräch mit unserem Reha-Berufsberater für Eltern und Schüler !!! Wichtig!

Meist Vorstellung beim Psychologischen Dienst der Arbeitsagentur zur weiteren Abklärung der Ausbildungsreife und Kompetenz- und Eignungsermittlung

Antrag auf Schwerbehinderung?
Ab Februar/ MärzZweites persönliches Beratungsgespräch mit unserem Reha-Berufsberater Eltern und Schüler, Besprechung der Ergebnisse, Wünsche und Möglichkeiten

Eventuell weitere Beratungen

Während des Schuljahres Kontakte zum Berufskolleg, Kennenlernen, Möglichkeiten eines Besuches

Zusätzlich geplant

Besuch der Gesundheitsberufemesse am 27.06.2019 in der Waschkaue in Übach-Palenberg … und wo könnte es hingehen??? Die weiteren Wege sind so unterschiedlich und individuell wie unsere Schüler es sind!!! Viele Wege führen zum Ziel! Beispielsweise:
  • Weitere schulische Qualifizierung am Berufskolleg
  • verschiedene Maßnahmen der Arbeitsagentur zur Vorbereitung auf Ausbildung oder Arbeit
  • Ausbildung im Betrieb oder überbetrieblich
  • Arbeit… auf dem freien Markt oder im beschützten Raum…
Die Berufsorientierung wird an der Jakob-Muth-Schule von der Schulsozialarbeit begleitet, wir stehen Ihnen gerne genauso wie meine Lehrerkollegen für Beratung und Unterstützung zur Verfügung
Medienkonzept

Medienkonzept

Digitale Medien spielen bei der Teilhabe an der Gesellschaft eine immer größere Rolle. Aus diesem Grund sollen Schülerinnen und Schüler Kenntnisse und Fertigkeiten über digitale Medien erlangen, die sie dazu befähigen, sich kompetent, aktiv aber auch kritisch mit ihnen auseinanderzusetzen. Schülerinnen und Schüler sollen in der Lage sein, digitale Medien als Möglichkeiten zur Informationsbeschaffung sowie als Lernhilfen nutzen zu können. Ziel dieses Medienkonzeptes ist es deshalb, den Schülerinnen und Schülern einen selbstbestimmten Umgang mit digitalen Medien zu ermöglichen, sodass sie auf die wachsenden Chancen, Herausforderungen und Risiken einer digitalen Welt vorbereitet sind.

Einsatz digitaler Medien an der Jakob-Muth-Schule

Der besondere sonderpädagogische Förderbedarf der Schülerinnen und Schüler erfordert häufig eine individuelle Unterstützung in der Wahrnehmung und der Auffassung unterschiedlicher Unterrichtsinhalte und –themen. Durch die Nutzung und Anwendung digitaler Medien im Unterricht kann der individuelle Lernprozess der Schülerinnen und Schüler gefördert und Inhalte durch die Anregung und Entwicklung verschiedenster Sinne unterstützt werden. Der durch digitale Medien gestützte Unterricht an der Jakob-Muth-Schule bietet den Schülerinnen und Schülern zudem einen mehrperspektivischen Zugang zu nahezu allen schulischen Themenbereichen. Durch den Zugriff auf aktuelle Informationen aus Zeitung, Internet, Filmen, Bildern, Karten, Lernprogrammen etc. können die Schülerinnen und Schüler an der Jakob-Muth-Schule Inhalte besser wahrnehmen, sich besser in Situationen und Abläufe hineinversetzen oder auch historische Ereignisse nachvollziehen. Durch die Vielfalt digitaler Medien soll perspektivisch ein fächerübergreifender Einsatz in verschiedensten Unterrichtssituationen stattfinden, in denen die Schülerinnen und Schüler unterschiedlichste Kompetenzen anwenden und digitale Medien optimal nutzen können. Ein Einsatz und das Lernen mit digitalen Medien soll deshalb weiterhin systematisch und vermehrt in den Lernprozess integriert werden.
OGS

OGS

Vorbemerkung

Seit dem Schuljahr 2009/2010 bietet die Jakob-Muth-Schule (vorher. Mercator-Schule) eine offene Ganztagsschule (OGS) an. Wie auch die Schule selber unterliegt die OGS-Gruppe ständigen Anpassungen, die den Veränderungen im Schulsystem und der Gesellschaft geschuldet sind. So wurden die Mercatorschule und die Don-Bosco-Schule im Jahr 2015 zusammengeschlossen und als Kreisschule etabliert. Schon zu Beginn des Schuljahres 2015/2016 konnte in Oberbruch ebenfalls eine OGS-Betreuung angeboten werden.

Aufgrund der steigenden Schülerzahlen am Standort Gangelt reichten die Klassenräume für Unterricht und OGS nicht mehr aus. Daher stand im Jahr 2017 der Umzug der OGS in das alte Realschulgebäude der Stadt Gangelt an. Nachmittags startet die OGS dort mit dem Mittagessen.

Am Standort in Oberbruch stehen für die OGS zwei Klassenräume in Schulcontainern sowie die Schulküche als Mensa für das Mittagessen zur Verfügung.

Pädagogisches Konzept

Unsere Schülerinnen und Schüler verschiedene Förderschwerpunkte, die sich meist sehr unterschiedlich darstellen. Selbst alltägliche Aufgaben sind schon Herausforderungen, die bewältigt werden wollen. Daher ist ein gut strukturierter und verlässlicher Tagesablauf unerlässlich. Eine gute Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen Eltern, Lehrern, Betreuern und allen anderen Personengruppen (Familienhelfern, Erziehungsbeistand, Tagesgruppe etc.) ist dafür die Voraussetzung. Dies muss auch bei einer räumlichen Trennung von Schule und OGS gewährleistet sein.

  • Ordnung und Schulmaterial
  • Körperpflege
  • Bekleidung
  • Toilettengang (Hygiene und Verhalten)
  • Mittagessen (Verhalten und Kommunikation)
  • Verhalten gegenüber Erwachsenen
  • Verhalten gegenüber Gleichaltrigen
  • Freizeitgestaltung (ohne elektronische Mittel !!)
  • Konfliktvermeidung
  • Konfliktlösungen
  • Umgang mit fremden Eigentum

Oft
sind emotionale Schwierigkeiten und nicht erfüllte Grundbedürfnisse der Anlass
für auffälliges Verhalten. Auch hier stehen die Betreuer (mit der notwendigen
Distanz und Neutralität) helfend zur Seite. Das Umfeld muss verständnisvoll
aber auch konsequent in der Einhaltung der Regeln sein. Es muss eine gute
Balance zwischen Regeln und Freiräumen gefunden werden.

Weiterhin
werden therapeutische Angebote in der OGS gemacht. Die gute Zusammenarbeit im
Bereich Logopädie und Ergotherapie soll fortgesetzt werden. Für die meisten
Eltern ist es eine große Erleichterung, dass diese Angebote vor Ort gemacht
werden.

 

Das
niederschwellige Angebot der OGS wird gerne genutzt. Viele Eltern wählen die
OGS für ihre Kinder, da diese oft nach der Schule wenige andere Kinder zum
Spielen haben. Die Sozialkontakte beschränken sich dann oft auf die Eltern oder
deutlich ältere Kinder. Fertiggestellte Hausaufgaben sind auch eine große
Entlastung.

Die weiteren Einzelheiten werden in der Behandlung der Anpassungen erläutert:

  • Tagesablauf
  • Hausaufgabenbetreuung
  • Mittagessen
  • AG

Tagesablauf

Ab dem Schuljahr 2018/2019 ist folgender Tagesablauf vorgesehen:

ZeitAktivitätBemerkungen
11:40 – 12:25Hausaufgabenzeit4 Unterstufenklassen in der Stammschule
12:25 – 13:00Spielzeit2 Gruppen und Schulhof
13:00 – 13:10Wechsel ins RealschulgebäudeAlle Gruppen
13:10 – 14:00Mittagessen
14:00 – 14:30Hausaufgabenzeit M und O / AG StartStart der AG´s für die U1-U4
13:00 – 13:10AG Zeit für alle / Freispiel

Die Schülerinnen und Schüler der Unterstufen haben meist nach der 4. Stunde unterrichtsfrei. Sie gehen nach dem Unterricht in die Pause und werden am Ende zur Hausaufgabenzeit an ihrem Aufstellplatz von den Betreuern der OGS abgeholt. Die Hausaufgabenzeit findet in den Klassenräumen statt (4 Gruppen). In Regenpausen übernehmen die Betreuer die Kinder direkt im Klassenraum zu Beginn der Pause. Nach den Hausaufgaben haben die Kinder eine Spielzeit. Diese wird in zwei Klassenräumen und auf dem Schulhof stattfinden. Die Schultaschen werden in Spinden bis zum nächsten Tag deponiert. Die Schülerinnen und Schüler nehmen nur eine kleine Tasche mit Frühstückssachen und Mitteilungsheft in die Realschule mit.
Nach der Spielzeit finden sich die Schülerinnen und Schüler der Mittel- und Oberstufen ein. Gemeinschaftlich gehen alle zur OGS in das Realschulgebäude. Die Mittel- und Oberstufenschüler nehmen ihre Taschen mit.

In der OGS findet direkt das Mittagessen für alle statt. Meist ist danach noch Zeit für eine kleine Pause (ca. 10 Min).
Ab 14:00 Uhr haben die Schülerinnen und Schüler der Mittel- und Oberstufe Hausaufgabenzeit. Die Unterstufenschüler können schon in die einzelnen AGs starten. So sind die kleinen Kinder schon beschäftigt und können arbeiten, bevor die älteren Schüler erscheinen.
Ab 14:30 finden dann mehrere AG-Angebote statt, an denen die Kinder teilnehmen. Für die Schülerinnen und Schüler, die an diesem Tag keine AG haben oder nicht teilnehmen können, gibt es eine Auffanggruppe.
Ab 15:35 stellen sich die Kinder für den Spezialverkehr nach Bussen geordnet auf. Die Schülerinnen und Schüler, die den ÖPNV nutzen gehen zur Haltestelle.

Hausaufgabenbetreuung

Die Hausaufgabenbetreuung findet für die Unterstufen im Vormittags- und für die Mittel- und Oberstufen im Nachmittagsbereich statt. Die Unterstufenschüler machen ihre Hausaufgaben in ihren eigenen Klassenräumen. Diese Situation ist ihnen aus der Unterrichtszeit bekannt und erleichtert es ihnen konzentriert zu arbeiten. Schülerinnen und Schüler, denen es zu laut ist oder die anderweitig beeinträchtigt sind, können in den Differenzierungsräumen arbeiten. Die Hausaufgaben werden von den Betreuern begleitet. Sie unterstützen die Kinder und kontrollieren die Aufgaben auf Richtigkeit. Das bereits genutzte Stempelsystem (im Mitteilungshaft) zeigt den Lehrern, ob und wie weit kontrolliert wurde und wie viel Zeit das Kind für die Aufgaben benötigte. Sollte die Schülerin oder der Schüler noch Probleme mit den Aufgaben haben, wird dies vermerkt. Das hilft den Lehrern die Aufgaben für die Kinder individuell anzupassen.

Schülerinnen und Schüler, die in der Hausaufgabenzeit therapeutische Angebote nutzen (Ergotherapie, Logopädie), machen die Aufgaben an diesem Tag mit den Schülerinnen und Schülern der Mittel- und Oberstufe zusammen. Auch das wird schon seit letztem Jahr praktiziert und hat sich bewährt.

Ab 14:00 Uhr starten die Schülerinnen und Schüler der Mittel- und Oberstufe in die Hausaufgabenzeit. Dies findet dann schon im Gebäude der Realschule statt. Grundsätzlich verlaufen die Hausaufgaben genauso wie bei den Kindern der Unterstufe. Allerdings machen alle Schüler in einem Klassenraum die Aufgaben. Diese Gruppe hat in der Regel aufwendigere Arbeitsaufträge zu bearbeiten und benötigt daher mehr Zeit und Hilfe. Das führt dazu, dass nicht immer alle Aufgaben kontrolliert werden können. Dies wird aber mit dem bewährten Stempelsystem mitgeteilt. Dennoch liegt der Anteil der korrigierten Hausaufgaben immer um die 90%.

Grundsätzlich gilt, dass die Hausaufgaben mit Besuch der Betreuung erledigt sind. Die Eltern und Kinder müssen zu Hause keine Aufgaben mehr machen. Sollte eine Schülerin oder ein Schüler sich ganz verweigern und keine Aufgaben machen (aufgrund einer Krise oder aus anderen Gründen) liegt es dann im Ermessen der Lehrer, wie dies zu bewerten ist. Auch das wird selbstverständlich vermerkt.

Diese Praxis hat sich in den letzten Jahren bewährt und soll so weitergeführt werden.

Mittagessen

Das Mittagessen ist nach wie vor einer der wichtigsten Tagespunkte in der OGS. In dieser Zeit wird nicht nur gegessen sondern sie dient auch dem Erlernen der Regeln beim Essen und der Kommunikation. Ein gemeinschaftliches Mittagessen ist in vielen Familien nicht unbedingt der Standard. Grundregeln zu erlernen ist daher sehr wichtig. Wie benehme ich mich am Tisch, wie esse ich richtig mit Messer und Gabel. Dies muss schlicht weg trainiert werden auch aufgrund motorischer Defizite der Kinder. Wir können uns die notwendige Zeit dafür nehmen.

Das Essen stellt für die Kinder keine schulische Maßnahme dar. Sie können also zwanglos über die Erfahrungen des Tages und Probleme sprechen. Hier lassen sich aufkommende Konflikte schnell erkennen und deutlich einfacher lösen. Die Betreuer essen mit den Kindern am Tisch. Das sonst eher hierarchische Verhältnis zwischen Kind und Betreuer ist hier etwas gelöster und entspannter. Die Kinder können ihre Wünsche und Bedürfnisse freier beschreiben und formulieren. Im Gegenzug können Entscheidungen der Schule oder der Betreuung einfacher erklärt werden.

Das Essen wird auch in diesem Schuljahr vom Krankenhaus Geilenkirchen geliefert. Das ermöglicht es, ein abwechslungsreiches Angebot zu machen. So gibt es in der Regel einmal in der Woche Fisch, einmal in der Woche ein vegetarisches Gericht und ansonsten ausgewogene Hausmannskost (Fleisch, Sättigungsbeilage, Gemüse, Salat). Dreimal in der Woche dürfen sich die Kinder auf einen Nachtisch freuen. Zudem haben die Schülerinnen und Schüler das Angebot des Schulobstes, dass sie gerne nutzen.

Als Küchenkraft wird uns weiterhin Frau Schröder zur Verfügung stehen, die stets für eine angenehme Umgebung sorgt. Frau Schröder entlastet damit die Betreuerinnen und Betreuer und sorgt für die notwendige Ordnung und Hygiene, die die HACCP-Verordnung fordert.

Arbeitsgemeinschaften (AG´s)

Von Montag bis Donnerstag werden täglich verschiedene AG-Angebote gemacht. Werken, Kochen, Fahrrad-AG, Kunst u.ä. stehen auf dem Programm.

Die Bundesfreiwilligen werden zusätzlich noch Angebote machen (Lesegruppe, Meditation etc.). Für die AGs werden in Gangelt der Werkraum, der Computerraum und der OGS-Raum genutzt werden. Sport findet in der Turnhalle der Schule statt.

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