Jakob-Muth-Schule

Jakob Muth (* 30. Juni 1927 in Gimbsheim in Rheinhessen; † 26. April 1993 in Velbert) war ein deutscher Professor, der durch seinen Einsatz für die Integration behinderter Kinder ins Schulwesen bekannt wurde.

In seiner Jugend besuchte er die Volksschule in Gimbsheim sowie die AHS auf der Ordensburg Sonthofen. 1943 musste Muth mit 17 Jahren als Soldat in den Krieg und kam 1944 in Gefangenschaft. Nach dem Krieg fing er 1948 eine Maurerlehre an und war Gelegenheitsarbeiter, bis er 1948 sein Abitur machte und danach eine Ausbildung zum Volksschullehrer in Bad Neuenahr absolvierte. 1958 begann er ein Studium der Pädagogik an der Mainzer Universität und promovierte anschließend.

Er war seit 1960 als Professor an der Pädagogischen Akademie Kettwig, später Pädagogische Hochschule Duisburg tätig, von 1970 bis zu seiner Emeritierung im Juni 1992 an der Ruhr-Universität Bochum. Von 1970 bis 1975 war Muth Mitglied des Deutschen Bildungsrates.
Viele deutsche Förder- und Grundschulen tragen seinen Namen; die Bertelsmann Stiftung vergibt zusammen mit dem Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, der Deutschen UNESCO-Kommission e.V. sowie der Sinn-Stiftung – Kinder. Lernen. Zukunft. seit 2009 unter seinem Namen einen Preis für inklusive Schule.

Ein ausführliches Porträt ist unter folgendem Link abrufbar: Jakob Muth – Ein Portrait Bertelsmann Stiftung (Hrsg.)

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